Untersuchungshaft

Hat ein Richter einen Haftbefehl gegen Sie erlassen oder wird bereits die Untersuchungshaft gegen Sie oder einen Angehörigen vollstreckt ist es wichtig einen „kühlen Kopf“ zu bewahren.

Die Untersuchungshaft darf gem. § 112 StPO nur bei Flucht– und/oder Verdunkelungsgefahr und gem. § 112a StPO bei Wiederholungsgefahr angeordnet werden.

Die Untersuchungshaft wirkt in vielen Fällen als Druckmittel auf den Beschuldigten und verleitet ihn, sich schnell zur Sache einzulassen und Erklärungen oder Geständnisse abzugeben die übereilt oder sogar falsch sind. Auch hier gilt: sprechen Sie vorher mit einem Strafverteidiger und holen sich objektiven Rat ein.

Gem. § 140 Abs. 1 Nr. 4 StPO steht jedem Beschuldigten gegen den die Untersuchungshaft vollstreckt wird ein Pflichtverteidiger zu.

Machen Sie von diesem Recht Gebrauch und suchen sich einen Verteidiger Ihrer Wahl bevor das Gericht ihnen einen Verteidiger aussucht.

Angehörige eines Untersuchungshäftlings müssen einen Vielzahl an organisatorischen Dingen erledigen, wie beispielsweise Kleidungsstücke in die JVA bringen, Geld für den Inhaftierten einzahlen, einen Besuch zu organisieren und gegebenenfalls eine Besuchserlaubnis zu beantragen.

Auch hierbei kann Ihnen ein Strafverteidiger Hilfestellung geben.